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Diamant
Diamant ist reiner Kohlenstoff und der härteste
aller bekannten Stoffe. Durch seine Härte erhält
Diamant in der modernen Technik bei der spanenden Bearbeitung
zunehmende Bedeutung. Die Diamantkörnung, die in der
Schleiftechnik Anwendung findet, wird heute vorwiegend synthetisch
hergestellt. Der Ausgangsstoff ist Kohlenstoff in Form von
Graphit. Die Synthese erfolgt unter Anwendung extremer Drucke
und Temperaturen. Diamant ist auf Grund seiner feinkristallinen
Struktur und der darauf beruhenden Eigenschaften wie höchste
Verschleißfestigkeit und Schneidhaltigkeit allen anderen
Schleifmitteln überlegen. Diamant gehört zur Gruppe
der "superharten" Schneidstoffe.
Einschränkung erfährt Diamant in seiner
Anwendung bei der thermischen Belastbarkeit, wenn 700°C
überschritten werden, zum Beispiel beim Schleifen von
Stahlwerkstoffen.
Anwendung
Geeignete Werkstoffe für die abspanende Bearbeitung mit
Diamant: Aufschweiß- und Aufspritzlegierungen, Elektrokohle,
Edel- und Halbedelsteine, Ferrite, feuerfeste Werkstoffe,
GfK- und CfK-Kunststoffe, Glas, Graphit, Halbleiterwerkstoffe,
Hartmetall, Kermik, NAtur- und Kunststeine, Oxydkeramik, Porzellan,
Quarz. In Ausnahmefällen Stahl- und Grauguß.
CBN (kubisches Bornitrit)
CBN ist ein rein synthetisches Produkt und ist
nach Diamant das zweithärteste Schleifmittel. Durch seine
chemisch-physikalischen Eigenschaften wird CBN zur Bearbeitung
schwer spanbarer Stähle mit hohen Legierungs- und Härteanteilen
eingesetzt. CBN-Schleifkörnung wird wie synthetische
Diamant-Schleifkörnung in einem nahezu gleichen Syntheseverfahren
hergestellt. Der Ausgangsstoff für CBN ist hexagonales
Bornitrid. CBN gehört neben Diamant zur Gruppe der "superharten"
Schneidstoffe.
Anwendung
CBN widersteht Temperaturen bis zu 1300°C und zeigt geringe
Tendenz zu chemischer Reaktion mit Metallen. Durch seine feinkristalline
Struktur und die darauf beruhenden Eigenschaften wie hohe
Verschleißfestigkeit und Schneidhaltigkeit bietet es
Vorteile gegenüber konventionellen Schleifmitteln, besonders
beim Schleifen schwer spanbarer und gehärteter Stähle
>55 HRc, zum Beispiel HSS oder chromlegierte Stähle.
Geringere Temperatur beim Schleifen verhindert Veränderungen
im Werkstoff-Randzonengefüge und damit Schleifrisse und
Weichhaut. Damit werden mit CBN-Schleifwerkzeugen problemlos
hohe Maß-, Form- und Rundlaufgenauigkeiten sowie hohe
Standzeiten erzielt.
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