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Die Besonderheit galvanisch gebundener Diamant- und CBN-Werkzeuge
wird hauptsächlich bestimmt durch den Aufbau der im Galvanobad
zur Abscheidung kommenden Metallmatrix und der dabei angewandten
Technologie.
In dem meist einschichtigen Belag sind die Diamant- bzw.
CBN-Schneidkörner etwas über die Hälfte ihrer Korngröße in
der Metallmatrix eingebunden. Durch die räumliche Angrenzung
von Korn zu Korn wird eine maximale Dichte (Konzentration)
des Schneidbelages erreicht und mit der Größe des Schneidkorns
gleichzeitig die Schneidenzahl (Nges.) bestimmt. Die so entstandene
Topologie im Schneidenraum ermöglicht durch ihren großen Spanraumanteil
ein hohes Zeitspanvolumen auch bei relativ langspanenden Werkstoffen.
Nicht zu empfehlen ist die Bearbeitung von Materialien, die
bei der Spanbildung zu starker plastischer Verformung der
Späne neigen und daher den Spanraum zusetzen. Bei Anwendung
der Einschichtbelegung lassen sich auch komplizierte Profilwerkzeuge
kostengünstig herstellen.
Die Profil- und Maßgenauigkeit solcher Werkzeuge wird immer
bestimmt von der Genauigkeit des Trägerkörpers und dem sich
aus der Korngröße des aufliegenden Schneidkornes ergebenden
Hüllprofil.
Unbeschädigte Trägerkörper können nach Abnützung des Schleifkorns
wiederholt neu belegt werden.
Der Galvanische Mehrschichtbelag, vergleichbar mit dem Schleifbelag
einer Sintermetallbindung, ist zweckmäßig bei der Bearbeitung
stark abrasiv wirkender Werkstoffe wie z.B. Al2O3 oder Duroplasten
mit abrasiven Füllern.
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