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Beschreibung
Der in einem Halter gefasste Diamant, vorzugsweise in Oktaederform,
erzeugt mit seiner Spitze (Winkel ca. 100°) auf der Schleifscheibe
zunächst eine große Wirkrauhtiefe, d.h. eine griffige Schleifscheibenkontaktfläche
mit gutem Zeitspanvolumen-Effekt.
Prozesskriterien
Die Schleifscheibenstandzeit (Abtragsverhältnis G) ist gering,
da durch die beschriebene Topographie der Schleifscheibenkontaktfläche
nur eine relativ geringe Anzahl an Schneiden die Zerspanarbeit
leisten. Diese stumpfen rasch ab und/oder brechen durch zu
hohe Belastung aus.
Mit zunehmendem Verschleiß der Diamantspitze vergrößert
sich, bedingt durch die geometrische Form des Diamanten, die
Wirkbreite bd zunächst rasch. Bei gleichen Stellgrößen von
Abrichtvorschub und Abrichtstellung wird dadurch der Überdeckungsgrad
Ud größer und die erzeugte Rauhtiefe am Werkstück kleiner.
Ab einer Wirkbreite bd von ca. 0,5 mm geht der Verschleiß
deutlich zurück und in einen annähernd steten Verlauf über.
Zuordnung für den Einsatz
Abrichten einprofilig, gerader Schleifscheiben.
Außenrundschleifen:
- Einzel- und Kleinserienfertigung
- alle Schleifscheibenspezifikationen
- alle Schleifscheibendimensionen, denen die Größe (Gewicht)
des Diamanten angepasst sein muss
Innenrundschleifen:
Durch die kleine Kontaktfläche einer ausgeprägten Diamantspitze
werden beim Abrichten nur geringe Kräfte wirksam. Deshalb
eignet sich der Einkorndiamant besonders für das Abrichten
kleindimensionierter und auf schwingungsempfindlichen Schleifkörperträgern
zum Einsatz kommenden Innenschleifkörper. Der maßverändernde
Verschleiß der Diamantspitze wird durch das geringe Abrichtvolumen
erst nach einer Vielzahl von Abrichtvorgängen störend wirksam.
Nicht zu empfehlende Verwendung:
- Außenrund- und Spitzenlosschleifen in der Großserie
- Abrichten von Schleifscheiben für untergeordnete Schleifqualität
- Abrichten von Hand
| Hinweise
für den Einsatz |
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Eine
einwandfreie Passung zwischen Fassung des Diamant-Abrichtwerkzeuges
und der Abrichtvorrichtung muss gegeben sein, da
sonst ein profil- und maßhaltiges Abrichten nicht
möglich ist. Auch besteht die Gefahr der Beschädigung
des Diamanten. Diamant vorsichtig an der Schleifscheibe
ansetzen. |
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Die
Diamantspitze soll etwas unterhalb der Schleifscheibenmitte,
mit einer Neigung von 10-15°, zum Eingriff kommen. |
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Kühlung
verbessert das Abrichtergebnis wesentlich und ist
bei gehobenen Anforderungen an das Abrichtergebnis
zwingend. Der Kühlmittelfluss muss kräftig, vor
Beginn des Abrichtprozesses und ohne Unterbrechung
der Kontaktzone zugeführt werden. Schockartige Abkühlung
kann den Diamanten zerstören. |
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Das
Abrichten erfolgt bei normaler oder reduzierter
Schleifscheibendrehzahl. |
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Zustellraten
pro Abrichtvorgang bis ca. 0,01-0,03 mm liegen. |
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Rechtzeitiges
Umfassen ist äußerst wichtig. Die Lebensdauer des
Diamanten hängt wesentlich davon ab. |
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Auswahl für den Einsatz
Der Eigenwert des Diamanten wird bestimmt durch Größe, Modell
und stoffliche Qualität. Diese drei Wertgrößen müssen in die
richtige Beziehung zur anstehenden Abrichtaufgabe gebracht
werden.
A) Bestimmung der Größe (Gewicht) des Diamanten Diagramm
B) RIEGGER-Qualitäten
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Güteklasse
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Arbeits-
spitzen
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Modell
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Einschlüsse*
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Normal
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2-3
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unregelmäßig
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ja
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Extra
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3-4
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Oktaeder
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gering
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Top
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5-6
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ausgeprägter Oktaeder
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sehr gering
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*Die Einschlüsse gefährden nicht die Arbeitsspitze
Wir empfehlen mit zunehmender Forderung an Präzision und
Wirtschaftlichkeit beim Abrichten die Güteklasse " Extra"
oder "Top" zu wählen.
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